Achtung, Business-Vampire! Wie Sie sich wirksam schützen.

Foto: emilbacik_stockxchnge
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Als Unternehmer haben wir eine Leidenschaft für unseren Job. Wir tun das, was wir tun, gerne und gut. Das sorgt dafür, dass sich viele Menschen an uns wenden, um unsere tatkräftige Unterstützung und so manchen guten Rat zu erhalten. So weit, so gut? Im Prinzip: Ja. Allerdings gibt es manchmal Kunden oder Interessenten, die dafür keinen angemessenen Preis zahlen möchten.

Kein Problem, sagen Sie, ein kurzes Gespräch schafft das aus der Welt und die Interessenten wissen ab sofort, was Sie und Ihre Leistungen wert sind.

Prima! Das ist genau die richtige Vorgehensweise. Manchmal merkt man aber zu spät, dass man einem Business-Vampir aufgesessen ist. Die Tarnung ist meist perfekt! Wenn der Interessent zum Beispiel "nur noch eine kleine Rückfrage" zu Ihrem umfangreichen Angebot hat. Wenn doch noch ein persönlicher Termin zur Durchsprache Ihres detaillierten Vorschlags erbeten wird. Wenn am Telefon "mal eine schnelle Frage" zu klären ist.

Kommt Ihnen das vertraut vor? Alles rote Warnleuchten, die in leuchtenden Buchstaben blinken: "Vorsicht! Business-Vampir-Alarm!"

Ich habe mich deshalb einmal mit der klassischen Vampir-Abwehr befasst und folgende Tipps für den Umgang mit Business-Vampiren identifiziert:

1. Religiöse Amulette oder Zeichen wie zum Beispiel Kreuze

Ich würde das mal wie folgt übersetzen: Mit einem klaren, professionellen Außenauftritt signalisieren Sie von Anfang an: Hier ist ein Profi am Werk, hier wird klar strukturiert gearbeitet, es stehen Ergebnisse im Vordergrund. Keine Chance für Kruschler! Sie bestimmen die Art und Weise, wie man Geschäfte mit Ihnen macht. Aber der Kunde ist doch der, der den Ton vorgibt? Nein! Sie sind der Fachmann, die Fachfrau. Wenn Sie mit sich umspringen lassen, kriegen Sie während der gesamten Zusammenarbeit kein Bein mehr auf den Boden. Und ich weiß aus eigener leidvoller Erfahrung, wovon ich spreche.

2. Einladungen vermeiden

Die klassische Vampir-Literatur behauptet ja, ein Vampir käme nur auf Einladung. Im täglichen Business bedeutet das: Geben Sie dem Vampir keine Chance, indem Sie keine Signale aussenden, die Sie zum leichten Opfer machen. Lassen Sie sich nicht auf kostenlose Goodwill-Leistungen oder Gratis-Beratungen am Telefon ein. Lassen Sie sich bei Netzwerk-Meetings keine kostenlosen Profi-Tipps aus dem Kreuz leiern. Überreichen Sie mit einem Lächeln Ihre Karte und bieten Sie Ihre Dienste an.

3. Der Pfahl durch's Herz

Ich sage es ja äußerst ungern: Manchmal hilft einfach nur ein klares "Nein" zu Ihrem Interessenten oder gar zu Ihrem Kunden. Wer nicht bereit ist, Sie angemessen zu entlohnen, hat in Ihrer Welt nichts verloren. Das erscheint Ihnen zu hart? Bedenken Sie: Mit so bröckerlhaften Informationen kann Ihr Kunde ohnehin nichts anfangen. Das hat weder Hand noch Fuß. Sie verraten Ihre professionellen Standards und helfen dem Kunden keinen Schritt weiter. Was er braucht, ist Ihre professionelle, systematische, kontinuierliche Unterstützung - und nicht ein Tippchen hier und ein Hinweis da.

4. Tageslicht!

Wie viele Vampire sind auf der Leinwand schon vor Ihren Augen zu Staub zerfallen, weil die Sonne aufging, bevor der Schwarzbemantelte wieder im Sarg lag? Im richtigen Leben kann das für Sie bedeuten: Machen Sie sich klar, dass viele Kunden und Interessenten, oft ohne bösen Willen, Ihre Grenzen austesten. Sie wollen eine schnelle Lösung für ihre Aufgaben, und da kommen Sie gerade recht. Wenn sie zudem Bedürftigkeit spüren, erwachen die Jagdinstinkte. Gestehen Sie sich ein, wo Sie anfällig sind für den einen oder anderen kostenlosen Gefallen, um dieses Unternehmen für sich zu gewinnen.

Der Umgang mit Vampiren ist eine Gratwanderung. Denn anders als in Transsylvanien können - und wollen - Sie künftigen Kunden ja nicht ausweichen. Lernen Sie deshalb die Kunst, sich und Ihre Leistungen besonders attraktiv darzustellen. Geben Sie kostenlose Informationen in Hülle und Fülle heraus - aber vorgefertigt und mit System, sodass Sie Ihre kostbare Zeit schonen können. Richten Sie Telefonzeiten ein, zu denen Sie erreichbar sind und erlauben Sie sich ungestörte produktive Zeiten.

Vor allem aber: Versehen Sie Ihre wertvollen Leistungen mit einem Preisschild. Sie werden feststellen, dass man Sie dafür nur umso intensiver suchen und beauftragen wird!



Eingestellt am 06.12.2011 von *Die Webkönigin*
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