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Warum Suchmaschinenoptimierung ein Tun-Wort ist – und wie Sie die 10 häufigsten Fehler vermeiden
Moment mal, Suchmaschinenoptimierung ist doch wohl eindeutig ein Substantiv, oder? Stimmt natürlich! Mit einem kleinen Augenzwinkern wollte ich Sie darauf hinweisen, dass man Suchmaschinenoptimierung zur echten Dauerbeschäftigung als Betreiber einer Website gehören sollte.
Ich erlebe leider zu oft, dass die strategisch wichtige Suchmaschinenoptimierung unbesehen ausgelagert wird und zur echten Nebensache degradiert ein trauriges Dasein fristet. Das ändert sich dann schlagartig, wenn der Websitebetreiber vielleicht durch Zufall darauf kommt, dass er für seine Schlüssel-Suchbegriffe einfach nicht in den Suchmaschinen gefunden wird – Überraschung!
Diese Unternehmen kommen dann zu mir und beschweren sich über den Dienstleister, denn es wäre ja dessen Aufgabe gewesen, dass „sie bei Google gefunden werden“. Bei dieser Aufgabe hätte der Kollege schmählich versagt.
Hm.
Ich frage dann vorsichtig nach, welche Keywords denn vereinbart gewesen seien und wie hoch das Budget für das gesamte Projekt gewesen sei.
Dann stellen sich meist folgende Fehler heraus:
1. Der Webdesigner/Programmierer der Website hat gar nicht nach Keywords gefragt, sondern – im besten Fall – so gemacht, wie er gemeint hat.
2. Der Kunde hat dem Webdesigner eine Liste mit Keywords an die Hand gegeben, die er sich ausgedacht, aber nicht systematisch ermittelt hat.
3. Es stand eine kilometerlange Keyword-Liste im Raum, die der arme Webdesigner so gut es geht berücksichtigt hat.
4. Es wurde kein Keyword-optimierter Text erstellt, sondern aus Prospekten oder aus dem Bauch heraus Inhalte eingefügt, damit was drin steht. Und es liest sich doch vernünftig (wenngleich es auch vom Wettbewerb geschrieben sein könnte).
5. Das gesamte Budget war so knapp bemessen, dass gerade und mehr schlecht als recht der Seitenaufbau samt Design bezahlt war – für mehr war einfach kein Geld da.
6. Es fehlte das Bewusstsein, dass Suchmaschinenoptimierung eine ehrliche Dienstleistung ist, die Zeit – und folglich Geld – verdient.
7. Die Internetseite wird erstellt und dann nie wieder angefasst – obwohl Google & Co. an frischen, regelmäßig aktualisierten, kundenorientierten Inhalten mehr als interessiert wären!
8. Der Webseitenbetreiber hat Scheu vor dem Medium Internet und verlässt sich deshalb auf „Fachleute“ und ihre oft widersprüchlichen Ratschläge.
9. Websitenbetreiber erkennen nicht, dass ihrer Homepage Gelder aus dem Vertriebs- und Marketing-Etat zustehen. Denn eine professionell umgesetzte Internetstrategie schafft nicht nur mehr Aufmerksamkeit, sondern echte Neukundengewinnung.
10. Webseitenbetreiber haben oft keine klaren Ziele für ihren Internetauftritt: Vom direkten Abverkauf bis zum Newsletter-Abo, vom Download der Inhalte bis zum Anruf reicht die Liste der Ziele, die eine Website konkret adressieren sollte.
Mein Tipp: Verfahren Sie doch mit dem Internet so, wie sonst auch im Unternehmen: Erkennen Sie, dass Sie der Boss sind und den Ton angeben. Sie legen Ihre Ziele fest und sorgen dafür, dass Sie die richtigen Leute zur Umsetzung an Bord haben. Feuern Sie, mit wem Sie nicht zufrieden sind – aber zahlen Sie auch für gute Leistung, was sie wert ist.
Eingestellt am 22.02.2011 von *Die Webkönigin*
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