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Webtexter-Tipp des Tages: Besser texten mit Robbie Williams
Nehmen Sie sich das gerne als Beispiel: Wenn Sie vor – welchem Text auch immer sitzen: Wenn Ihnen nichts einfällt, halten Sie inne und probieren Sie einen neuen Blickwinkel aus! Heute habe ich mich von dem britischen Sänger Robbie Williams inspirieren lassen. Sehen Sie selbst:
Wer ist das eigentlich, dieser Robbie Williams? Williams, Jahrgang 1974, war Mitglied bei Take That, der erfolgreichsten Boygroup der 90-er Jahre. Er startete später seine Solo-Karriere, die nach schwachem Start raketengleich abhob, bevor Williams nach einem Zusammenbruch im Jahr 2007 einen Drogenentzug absolvierte. Während sich seine internationale Karriere rasch wieder erholt, bleibt ihm der kommerzielle Erfolg in den USA verwehrt. Diese beeindruckende Persönlichkeit mit ihren Ecken und Kanten liefert jede Menge Inspirationen, zum Beispiel für’s Texten im Web:
Sein Song „Shame“ aus dem Jahr 2010 gehört zu den Arbeiten, die mir am besten gefallen. Er beklagt darin, wie Menschen oft an ihrer Seite der Geschichte hängen, statt sich gemeinsam mit dem anderen um die Wahrheit zu bemühen. Dabei wär’s so einfach: „Words come easy when they’re true“. Das stelle ich in meiner Arbeit immer wieder fest: In dem Moment, wo ich
a) in meiner Welt unterwegs bin ohne Bezug zu Ihnen, zum Leser und
b) wenn ich mich nicht bemühe, genau das auszudrücken, was ich als wahr empfinde,
Dann stockt der Arbeitsfluss, dann bleibt der Bildschirm leer. Jetzt geht es darum, wieder Bezug zum EIGENTLICHEN herzustellen: Was möchten wir unseren Lesern EIGENTLICH mitteilen? Ich greife dann zu meinem schwarzen Notizheft und skizziere eine schnelle Mindmap: Was sind die fünf oder sechs wichtigsten Punkte? Ausgestattet mit dieser Struktur schreibe ich los. Immer mit der Frage im Kopf: Was ist für Sie wichtig? Was kann ich ausdrücken, das Ihnen für Ihre tägliche Praxis weiterhilft?
Action Point: Wenn Ihr Textfluss stockt, quälen Sie sich nicht. Halten Sie inne und schreiben Sie auf Ihr Papier, tippen Sie in den Computer: „Was ich eigentlich sagen möchte, ist...“ Hilft Ihnen das schon weiter? Sehr gut! Für Fortgeschrittene empfehle ich die Satzergänzung: „Was meine Kunden auf keinen Fall über mich erfahren dürfen, ist...“. Damit kommen Sie blitzschnell zum Kern der Dinge – egal, ob Sie daraus eine Story stricken, die Ihre Kompetenz betont, oder ob Sie „nur“ wieder ins Schreiben kommen: Ihr Mut wird auf jeden Fall belohnt.
Eingestellt am 18.02.2012 von *Die Webkönigin*
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