Das bleibt in 2017 – 6 Tipps, wie Sie damit umgehen können

By 11. Januar 2017Marketing

Amazon-Gründer und Marketing-Genie Jeff Bezos hat sich einmal darüber beschwert, dass ihn zwar die Menschen danach befragten, wie sich die Zukunft entwickeln würde, welche Trends er sähe und was sich verändern würde. „Niemand fragt aber, was gleich bleiben wird – denn darauf können wir uns doch am ehesten einstellen!“

Recht hat Bezos.

Lassen Sie uns doch deshalb mal einen Blick darauf werfen, was sich aus meiner Sicht auch in 2017 nicht ändern wird:

  1. Je erfolgreicher wir werden, umso wichtiger ist, wer wir sind, nicht, was wir tun

    Ein großes Problem, mit dem sich Anbieter herumschlagen, ist die Frage nach der Unterscheidbarkeit Ihrer Dienstleistungen. Dabei müssten sich Selbstständige und Freiberufler gerade darüber überhaupt keine Gedanken machen. Denn bei Ihnen kaufen die Kunden zu 50 % Ergebnisse, und zu 50 % Persönlichkeit ein. Das bedeutet: 50 % des jeweiligen Angebotes differenzieren sich alleine schon dadurch unverwechselbar, dass wir Menschen individuelle Persönlichkeiten sind. Das bedeutet für Sie:  Welche Stärken nehmen andere an Ihnen wahr? Was veranlasst Ihre Interessenten, neben hervorragender fachlicher Qualifikation, gerade Sie auszuwählen – und was sollten Sie deshalb konsequenterweise auch in Ihrer Kommunikation ganz nach vorne stellen? Gerade habe ich ein Testsystem entdeckt, das hilft, diese Frage schlüssig zu beantworten. Das geht soweit, dass sich daraus auch der Claim, also die Kurzbotschaft unter Ihrer Marke, ergibt. Eine schnelle, ungefähre Antwort erhalten Sie aber auch, wenn Sie gute Kontakte und Freunde nach Ihren Stärken befragen.

    Tipp Nr. 1 für 2017: Trauen Sie sich, noch mehr Sie selber zu sein, gerade auch im Geschäft!

  2. Wer Umsatz will, muss verkaufen lernen

    Eine der größten Hürden, vor der ich viele Unternehmerinnen und Unternehmer sehe, ist die Scheu vorm Verkaufen. Die darunter liegende Einstellung lautet: „Ich bin doch kein Gebrauchtwagenhändler, der seinen Kunden irgendwas aufschwatzt! Wenn, dann kann ich andere verkaufen, aber bei meinen Leistungen und Produkten finde ich das schwierig.“Oh, wie gut ich das kenne! Und auch die Folgen: Viel zu wenig Ertrag für zu viel Arbeit. Und immer das schlechte Gewissen, dass ich überhaupt was abknöpfen soll für meine Leistungen.Erinnern Sie sich an ein Zitat von Gaby S. Graupner, die mal sinngemäß gesagt hat: „Nicht zu verkaufen, ist unterlassene Hilfeleistung“. Yess! Bedenken Sie bitte: Sie lassen Ihren Kunden im Regen stehen, wenn Sie Ihre hilfreichen Produkte und Dienstleistungen nicht anbieten, weil Sie sich vor einem Nein fürchten.

    Tipp Nr. 2 für 2017: Meistern Sie das professionelle Verkaufen!

  3. Wer keinen Plan hat, kommt nicht voran

    „Ein Ziel ohne Plan ist nur ein Traum“, sagte einst Antoine de Saint-Exupéry. Es reicht eben nicht aus, ein Ziel möglichst S.M.A.R.T (also spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und zeitgebunden) zu formulieren. Nein, auch der Weg dorthin will wohl überlegt sein. Wie bei einer richtigen Reise sollten Sie die richtigen Reisegefährten aussuchen, sich einen schönen Proviant einpacken und sich vor allem Gedanken über mögliche Hindernisse machen. Was hält Sie erfahrungsgemäß davon ab, Ihre Ziele zu erreichen? Welche Bewältigungsstrategien haben Sie dafür schon erprobt?Wenn Sie sich entscheidend verbessern wollen, egal ob privat oder im Geschäft, brauchen Sie Zeit, Durchhaltevermögen und eine klare Vorstellung über den Weg, den Sie gehen wollen.

    Tipp Nr. 3 für 2017: Setzen Sie sich Zwischenziele!

  4. Menschen kaufen von Menschen, die sie kennen, mögen und denen sie vertrauen

    Meine Kunden kommen oft mit einer klaren Problemdefinition und einer Lösung in die Zusammenarbeit: Sie möchten mehr verdienen und wollen deshalb mehr neue Kunden gewinnen. Während ich beim Ziel noch ganz problemlos mitgehen kann, kaufe ich die angebotene Problemlösung keinesfalls. Denn ein Blick auf die Kundenliste zeigt deutliches Umsatzpotenzial.Statt alles, was sie anbieten, an alle Kunden zu verkaufen, liegt der Fokus auf Netzwerken, Kontakten, Facebook-Anzeigen und anderen Mitteln, mit denen Aufmerksamkeit generiert werden soll. In der Hoffnung, dass sich darunter neue Kunden befinden werden.

    Tipp Nr. 4 für 2017: Hegen, pflegen und monetarisieren Sie Ihre Bestandskunden!

  5. Vergessen Sie Ihre Positionierung – machen Sie erst mal Umsatz

    Statt sich in mühselige – und teure – Positionierungsbemühungen zu stürzen, halten Sie doch lieber mal inne. Fragen Sie sich: Was kaufen denn meine Kunden heute schon von mir? Was macht mir Spaß (finanziell und emotional)? Wovon würde ich gerne noch mehr anbieten? Und dann: Legen Sie los! Liefern Sie mit Freude Top-Qualität. Begeistern Sie Ihre Kunden. Verkaufen Sie mehr an Ihre Kunden (siehe bitte Punkt 3). Fragen Sie Ihre Kunden, Kontakte und Kollegen nach Empfehlungen. Bieten Sie Ihre Leistungen an – an jeden, den Sie kennen.
    Das ist der schnellste Weg zum Umsatz – und legt nebenbei eine tolle Basis für Ihre mühelose Entwicklung Ihres Geschäfts in der Zukunft.

    Tipp Nr. 5 für 2017: Sie brauchen keine neue Webseite, Positionierung oder neues Logo. Fragen Sie einfach nach dem Umsatz.

  6. Seien Sie nicht die klügste Person in einem Raum

    Oder anders gesagt: Achten Sie auf Ihren Umgang. Denn wir werden in allen wichtigen Lebensbereichen nur so gut sein können, wie die fünf Menschen, mit denen wir uns gewohnheitsmäßig umgeben. Beispiel Golf: Als ich mein erstes Turnier gespielt habe, waren in unserer Vierer-Gruppe, dem Flight, zwei Herren mit richtig gutem Handicap. Die wussten also, was sie taten – im Gegensatz zu mir als Anfängerin. Diese Runde spielte ich dann aber deutlich besser als gewöhnlich. Die beiden Profis hatten mich „mitgezogen“.Werfen Sie ruhig mal einen Blick auf Ihre Jahresziele und schauen Sie sich dann um: Sind Ihre Kontakte, Freunde oder Kollegen schon da, wo Sie erst hinwollen? Leben Sie Ihnen schon die Verhaltensweisen vor, die zum Erfolg führen? Oder werden Sie im Gegenteil für Ihren Ehrgeiz ein wenig belächelt und zurückgehalten?

    Tipp Nr. 6 für 2017: Verlassen Sie – virtuelle und reale – Räume, in denen Sie die/der Klügste sind!

Was sind weitere Evergreens, die sich so schnell nicht ändern? Was würden Sie ergänzen, empfehlen oder was haben Sie ausprobiert? Ich freue mich auf Ihren Beitrag.

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