[Easy Button] 6 Wochen ‚mit‘ – die Fastenzeit nutzen, um Gewohnheiten zu ändern

Shownotes

Gewohnheiten zu ändern, ist gar nicht so leicht!

Heute morgen habe ich spontan entschieden, das eigentlich geplante Thema für meine wöchentliche FB-Live-Show auf die Seite zu legen und die bevorstehende Fastenzeit aufzugreifen. „Kein Thema für mich“, dachte ich bis dahin. Schließlich gehören Lifehacks und Optimierungsmaßnahmen im Geschäft wie privat zu meinem täglichen Handwerkszeug. Die klassischen Kandidaten für ein Fastentagsprojekt – Rauchen, Alkohol und Süßigkeiten – sind für mich ohnehin kein Problem.

Bei der morgendlichen Lektüre der Süddeutschen fiel mir dann ein Bericht über einen katholischen Geistlichen auf, der eine Whatsapp-Gruppe zur Unterstützung Fastender eingerichtet hat. Da ging mir plötzlich ein Licht auf: Nachdem ich weit weg von persönlicher oder geschäftlicher Perfektion bin, könnte ich doch einfach mal gute Gewohnheiten ausprobieren und die Ergebnisse mit Euch diskutieren.

Konnte ich meine Gewohnheiten ändern? Hab ich was dabei gelernt? Lohnt sich die Mühe?

Freilich, wenn wir über Gewohnheiten sprechen, dann zeigen sich deutliche Unterschiede bei uns Menschen. Die einen brausen mit zwei, drei Fakten ausgestattet sofort los und sehen dann mal, was passiert. Die anderen brauchen erst alle Fakten und eine umfassende Checkliste, bevor sie den Zeh ins Wasser strecken. „Different strokes for different folks“ sagen deshalb die Amerikaner, jedem das seine also.

Ich mache gute Erfahrungen mit dem Kolbe-Index, der unsere Lieblings-Vorgehensweise (Fakten oder Intuition, nachhaltig oder impulsiv) und die Art und Weise beschreibt, wie wir unsere Ergebnisse erzielen (schnell oder auf Dauer, Visionsgeberin oder Macherin).

Sie könnten feststellen, dass Ihre vermeintlich schlimmsten Schwächen Ihre größten Stärken werden, wenn Sie Ihr Business entsprechend organisieren.

Zurück zu den Gewohnheiten, die ich in den nächsten sechs Wochen ausprobieren und mit Ihnen diskutieren möchte: Diese Woche möchte ich das Prinzip FLY-Lady zeigen. Die Amerikanerin Marla Cilley ist das Gegenteil einer „Born organized person“, wie sie sagt. Sie hatte in ihrem Haushalt und in ihrem Leben CHAOS. Damit kürzt sie den Zustand ab, den wir wohl als „Angst vor Besuch“ übersetzen würden: „Can’t have anyone over“-Syndrom.

Sie hat sich dann lange mit vielen Organisationsmethoden beschäftigt, bevor sie ihre eigene entwickelt hat. Heute sendet sie auf ihrer kostenfreien, eigenen App tägliche Organisations- und Motivationstipps, beantwortet Fragen und schreibt ihre „Morning Musings“, aufbauende Gedanken für alle, die sich mehr Selbstliebe und Zufriedenheit wünschen. Ihr Name spielt übrigens sowohl mit ihrem Hobby (Fliegenfischen), als auch mit dem Akronym für „Finally Loving Yourself“, dem Motto, das sich ihre Arbeit und ihre mittlerweile Millionen Followers verschrieben haben.

Gewohnheiten aendern in der Fastenzeit

Gewohnheiten ändern, einfach und wirksam:

  1. Get dressed to your shoes: Kommen Sie buchstäblich aus den Puschen und packen Sie den Tag mit richtigen Schuhen an den Füßen schwungvoll an. Das gilt auch für Home-Office-Arbeiter und die Versuchung, „to blog in your underware“, wie Hugh MacLeod es so schön beschrieben hat.
  2. Shine your sink: Eine blitzblanke Spüle sorgt nicht nur für gute Laune (probieren Sie’s aus!), sondern infiziert das ganze Haus mit Ordnung und Sauberkeit. Im Business könnten ein aufgeräumter Schreibtisch oder eine leere Inbox eine ähnliche Wirkung entfalten.
  3. Swish and swipe the bathroom: Ein sauberes Bad steht für so manche scheinbare Mammutaufgabe im Haushalt (und im Business), die deshalb gerne mal vernachlässigt wird. FLY-Ladies Empfehlung: Machen Sie jeden Tag a bisserl was, dann verhindern Sie mit kleinen Schritten, dass sich eine unlösbare Aufgabe aufbaut.
  4. You can’t organize clutter, you just can get rid of it: Manche Stapel werden von a nach b transportiert, die Schränke und Regale laufen über. Statt aufwendig zu räumen, ist gezieltes Wegwerfen oft die Lösung. Im Geschäft heißt das: Bevor Sie Ihre Aufgabenliste schreiben, überlegen Sie sich: Was kann ich weglassen oder delegieren?
  5. You can do everything for 15 Minuten: Aufschieben ist ein allseits beliebtes Prinzip – zu Hause und im Büro. Ich weiß, wovon ich schreibe! Deshalb stelle ich mir einen Wecker für 15 Minuten und packe es einfach an – egal, was ich da gerade vor mir herschiebe. 15 Minuten gehen immer, sagt FLY-Lady – und sie hat recht!

Wie gehen Sie mit der Fastenzeit um? Haben Sie sich etwas Bestimmtes vorgenommen für die Zeit bis Ostern? Ich bin gespannt, von Ihren Plänen zu hören!