Mindset für Unternehmer: Das Rezept für Instant-Glück und wie Sie den Kopf sofort freikriegen

Gestern Abend saß ich mit einer Freundin zusammen, die ich als glücklichen und zufriedenen Menschen kennengelernt hatte. „Leben und leben lassen“ war ihr Motto. Entsprechend gelassen ging sie ans Leben heran. Dann geriet sie in eine gesundheitliche Krise – und aus einem scheinbar unverwundbaren „Master of The Universe“ wurde ein Mensch, der sich mit seiner Vergänglichkeit auseinandersetzen musste. Der Tod wurde von einer theoretischen, andere betreffenden, zur realen Option. Sie ist in guten ärztlichen Händen und wird mit ihrer tollen Haltung auch diese Situation meistern.

Es muss ja nicht immer gleich dramatisch sein, was uns der Alltag so abverlangt. Manchmal schleichen sich Unzufriedenheit und Unwohlsein aus geringerem Anlass ein. Dann ist es gut, das Rezept für Instant-Glück in der Tasche zu haben. Ich habe es gestern Abend für meine Freundin entwickelt.

1. Machen Sie sich bewusst, dass Sie sich nicht gut fühlen

Noch schnell ein paar eMails schreiben, dann ins Meeting, nachmittags zum Kunden, und der Partner wartet schon mit dem Abendessen? Bei diesem Tempo kommen Achtsamkeit und Bewusstheit für den eigenen körperlichen und seelischen Zustand oft zu kurz. Leises Unglücklichsein wird zum Standard-Betriebsmodus. Dass irgendwas nicht stimmt, merken wir meist erst abends oder gar nachts, wenn uns Rastlosigkeit, Sorgen und Unzufriedenheit plagen. Erlauben Sie sich deshalb tagsüber öfter mal einen kurzen Check-in. Ist alles in Ordnung? Sind Sie zwar unter Strom, aber guten Mutes? Fühlen Sie diese wohlige Grundstimmung, auch wenn Sie gleich ein schwieriges Telefonat führen müssen? Oder nagt da irgendwas an Ihnen, das Ihnen einen Teil Ihrer Power nimmt?

2. Schauen Sie genau hin

Was genau ist es, das Sie unruhig werden lässt und Ihnen den inneren Frieden raubt? Das kann der tropfende Wasserhahn ebenso sein wie das Gefühl, eigentlich etwas ganz anderes machen zu wollen. Führen Sie ein Notizbuch, in dem Sie mehrmals täglich ganz einfach den Satz „Ich fühle mich gerade…“ ergänzen. Ohne groß nachzudenken. Jede Antwort ist eine gute Antwort. Denn nur das, was mir bewusst ist – ob es mir nun passt, oder nicht – kann ich ändern.

3. Kommen Sie zur Ruhe

Als Unternehmer treffen Sie Entscheidungen von hoher Tragweite. Mitarbeiter wollen gebrieft, Kunden gefunden und gut betreut werden – da bleibt doch keine Zeit für mich! Falsch. Die Zeit, die Sie sich nehmen, indem Sie sich tagsüber öfter mal für ein paar Minuten ausklinken, sich einfach mit einer Tasse Tee hinsetzen, sich aufschreiben, was Ihnen durch den Kopf geht oder in der Sie aus dem Fenster schauen, ist gut investiert. Veränderung findet nur in der Ruhe statt. Unter Druck spulen wir unsere altbekannten Muster ab – und fragen uns, warum wir uns innerlich nicht gut fühlen.

4. Ändern Sie, was Sie ändern können

Bleiben wir kurz beim tropfenden Wasserhahn – wie auch immer diese Metapher sich bei Ihnen ausgestaltet. Viele Probleme lassen sich innerhalb von zwei Minuten oder weniger lösen. Fragen Sie sich deshalb bei jedem Problem: Was kann ich JETZT dagegen tun? Das können ein Anruf oder ein 15-Minuten-Ärmelaufkrempeln mit Augen-zu-und-durch-Haltung sein. Diesen wirksamen Sorgenkiller können Sie übrigens auch bei komplexen Herausforderungen anwenden. A bisserl was geht immer. Oder anders gesagt: Auch große Aufgaben werden in kleinen Schritten erledigt – und Sie werden sich sofort besser fühlen.

5. Übergeben Sie unlösbare Probleme an die nächste Instanz

Ah, mein Lieblings-Tipp! Warum? Weil er so wirksam ist! Jede und jeder von uns schleppt hartnäckige Probleme mit sich rum. Menschen verhalten sich einfach nicht so, wie es wünschenswert wäre. Finanzielle, gesundheitliche, emotionale Krisen fordern uns heraus. Wenn Sie gerade mit solchen Herausforderungen kämpfen, dann sind Sie hier richtig. Wir sind als Menschen damit nicht allein. Das Universum, Gott (Göttin) und viele gute Mächte wollen, dass es uns gutgeht. Sie übernehmen deshalb von dem Punkt an, wo wir nicht mehr weiterkommen. Alles, was es dafür braucht, ist die ehrliche Bereitschaft, in den Frieden kommen zu wollen.

Der Kunde ist schwierig, der Mitarbeiter macht Stress, es gibt in der Familie scheinbar unlösbare Konflikte, Sie haben Angst um eins Ihrer Kinder? Sie wissen nicht mehr, wie Sie damit umgehen sollen? Dann wünschen Sie sich aus ehrlichem Herzen den Frieden mit dieser Situation – und lassen Sie sich davon überraschen, mit welcher Intelligenz und Eleganz das Schicksal Ihr Problem lösen wird.

6. Genießen Sie den Frieden

Wenn Sie abgeben, was Sie belastet, stellt sich sofort ein wunderbar friedliches Gefühl ein. Genießen Sie diese innere Ruhe – und hüten Sie diesen Seelenzustand. Beteiligen Sie sich nicht an Business-Ratsch-und-Tratsch. Widerstehen Sie Ihrer Neigung, sich Sorgen zu machen über Dinge, die erst morgen kommen (und für die Sie heute etwas tun können). Schalten Sie den Fernseher aus und reduzieren Sie Ihre Zeit auf Facebook & Co. Kurzum: Kontrollieren Sie die Einflüsse, denen Sie sich aussetzen. Denn diese Welt verehrt nicht den Frieden, sondern den Konflikt. Sie haben die Wahl!


Fazit: Unwohlsein schleicht sich häufig ein, ohne dass wir uns dessen bewusst werden. Wir nehmen uns meist nicht die Zeit für Klarheit und achtsames Spüren. Dabei lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Denn innerer Friede fühlt sich nicht nur gut an, er ist auch die beste Problemlösungsstrategie, die ich kenne. Freilich, das sind keine Maßnahmen, die ich einmal anwende und dann nie wieder. Wir sind in eine Welt eingebettet, deren Mantra „Unfrieden“ ist. Deshalb gehört Bewusstheit zu den neuen Business-Tugenden – für Sie, für Ihre Mitmenschen und für Ihren Erfolg.

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