Verkaufen macht glücklich! Was ich neulich im Restaurant gelernt habe

Vor ein paar Tagen saß ich mit einer Freundin beim Businesslunch im wunderbaren Brenners in der Münchner Maximilianstraße.  Wir hatten uns einen kleinen, feinen Ecktisch reserviert und waren ins Gespräch vertieft. Da näherte sich der Ober und nahm unsere Getränkebestellung auf – sehr freundlich, sehr zugewandt. Dabei habe ich eine inspirierende Einstellung zum Thema Verkaufen kennengelernt.

Als wir unser Wasser bestellt hatten, bot er uns einen Aperitif an, den wir dankend ablehnten (es war halb eins!). Aber meine Aufmerksamkeit war schon mal geweckt. Jemand, der den Vertrieb seines Angebotes ernst nimmt und ein „Nein“ gelassen hinnimmt! Upsell at work…

Bei der Essensbestellung schlug er uns ungeachtet dieser Erfahrung passende Ergänzungen vor. Von uns kam wieder ein Nein, der Lunch selber war genug. Nach dem Essen dann die Frage nach Kaffee und Desserts. Unsere Antwort: Ja – und nein. Als die Cappucini gebracht wurden, habe ich dann doch nachgefragt: „Was hat Sie eigentlich zu einem so guten Verkäufer gemacht?“

Da hat er uns erzählt, wie er Gastronomiefachmann wurde: Als Kind war er in Kroatien in Urlaub. Dort gab es ein Restaurant, in dem viele Menschen auf der Terrasse saßen und es sich gutgehen ließen. Die Ober liefen hin und her und brachten Leckereien und Getränke. Die Menschen lachten, unterhielten sich, genossen, was auf dem Tisch stand, und freuten sich. Da fiel seine Entscheidung: Wenn ich groß bin, möchte ich auch so ein Glücksbringer werden.

„Immer, wenn ich Gästen etwas anbiete, kann es ja sein, dass sie darüber noch nicht nachgedacht haben. Wenn Sie das dann bekommen, sind sie glücklich. Und darüber freue ich mich.“

Wie schön! Mir hat gefallen, dass ihm das Anbieten feiner Kleinigkeiten und Genüsse nicht peinlich war oder er dazu verpflichtet gewesen wäre. Im Gegenteil: Er hat verstanden, dass er seinen Kunden potenziell eine Freude macht, wenn er Ihnen zeigt, was Küche und Keller zu bieten haben.

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