Wie Sie Ihre Ziele 2017 mit dem Wertvollsten aus dem Jahr 2016 anreichern können

(Hinweis: Der weihnachtsunabhängige Content beginnt ab 1:32 Min. des Videos.)



Wir leben in einer Zeit, in der es hektisch zugeht. Wir alle haben alle Hände voll damit zu tun, IM Unternehmen zu arbeiten, statt AM Unternehmen. Es fehlt die Zeit, einfach mal zurückzutreten und einen Blick auf die Dinge zu werfen. Das hat leider zur Folge, dass wir durchs Jahr hetzen und uns fragen: „Ja, ist denn schon wieder Weihnachten?!“



Ich möchte Ihnen deshalb heute ein paar Impulse mitgeben, wie Sie nicht nur das Beste aus dem gerade zu Ende gehenden Jahr machen können, in dem Sie tatsächlich alle Lehren daraus ziehen und wichtige schöne Momente noch einmal erleben. Eine ruhige Rückschau hilft uns ganz einfach auch dabei, Fehler nicht zu wiederholen oder Ungeprüftes, aber wenig Förderliches, „aus alter Gewohnheit“ ins Neue Jahr mitzunehmen.

1. Schauen Sie in Ihren Kalender

Welche Termine haben stattgefunden? Mit welchen Menschen haben Sie sich umgeben? Welche Projekte haben Sie durchgeführt und vor allem: Woran hatten Sie Spaß, was hat Ihnen Freude und/oder Umsatz und mich damit Ihren Zielen näher gebracht? Was hat Sie runtergezogen, beschwert, Sie Kraft gekostet? Planen Sie ganz einfach in 2017 mehr von dem ein, was Ihnen schon in 2016 gefallen hat. Gerade kreative Unternehmer neigen manchmal dazu, das Rad immer wieder neu zu erfinden. Das kostet aber nicht nur Innovationsaufwand, sondern wir versagen uns auch den vollen Effekt unserer Anstrengungen und machen uns das Leben damit schwer.

Checkpoint für die Ziele-Liste 2017: Was waren Ihre 10 Highlights in 2016? Welche davon nehmen Sie mit ins Neue Jahr?

2. „Ihre“ Menschen in 2016

Mit wem hatten Sie in diesem Jahr zu tun? Wer ist Ihnen begegnet? Mit wem standen Sie in Beziehung? Wer waren Ihre Kunden (aber dazu später noch mehr)? Ich schaue dazu in mein Adressbuch und in mein eMail-Programm: Wenn Sie da nämlich einfach ins Empfängerfeld den Buchstaben „a“ eingeben, erscheinen alle eMail-Adressen „mit a“. Dann können Sie zu jedem Menschen, dessen eMail-Adresse dort angezeigt wird, kurz reflektieren: Hatte ich mit diesem Menschen in 2016 zu tun? Hat es Spaß gemacht? War’s nicht so toll? Muss es sein, muss es nicht sein?



Checkpoint für die Ziele-Liste 2017: Mit welchen Menschen möchten Sie entscheidend mehr zu tun haben? Mit wem weniger? Tipp: Vereinbaren Sie gleich mal einen Termin mit ihren 3 (neuen) Favoriten.

3. Ihr Geld in 2016

Ihr Geld in 2016
Wofür haben Sie Ihr Geld ausgegeben in 2016? Bitte holen Sie sich Ihre Kontoauszüge und Kreditkartenabrechnungen heraus. Schauen Sie sich Ihre Ausgaben an. Denn wofür wir unser Geld ausgeben (und womit wir unsere Zeit verbringen), daran hängt unser Herz. Wenn man das zum ersten Mal macht, dann hat man da richtige Aha-Erlebnisse. Möchten Sie das in 2017 genauso handhaben? Oder wollen sie daran etwas ändern? Haben sich Ihre persönlichen Prioritäten verschoben und Sie geben gewohnheitsmäßig Geld für etwas aus, das Ihre Seele schon lange nicht mehr zum Klingen bringt? Dann trauen Sie sich, alte Zöpfe abzuschneiden und neue zu flechten.

Checkpoint für die Ziele-Liste 2017: Was waren Ihre 3 besten Investments in 2016? Und welches sind Ihre 3 wichtigsten Geldausgaben in 2017?

 

4. Die Dokumente auf Ihrem PC oder Mac

Welche Dokumente haben Sie eigentlich in 2016 auf Ihrem Rechner erstellt oder heruntergeladen? Das ist noch einmal eine andere Sichtweise auf die gleiche Fragestellung, nämlich darauf, was Ihr Jahr 2016 geprägt hat. Dabei rufe ich mir im Inhaltsverzeichnis die Ansicht „Alle Dateien“ auf und sortiere diese nach Datum. Das bedeutet, dass ich von oben nach unten einen Blick drüber werfe, welche Dateien habe ich denn in 2016 produziert? Womit habe ich mich beschäftigt? Einmal mehr bestätigt sich die Vermutung: Es ist schon ganz schön viel, womit wir uns so übers Jahr gesehen – und jeden Tag – beschäftigen! Deshalb geht es häufig auch eher darum, künftig etwas wegzulassen, also noch etwas – noch ein Projekt, noch einen Kunden oder noch eine Marketingmaßnahme – anzufangen.

Checkpoint für die Ziele-Liste 2017: Welche Projekte möchten Sie nächstes Jahr aufgreifen, ausweiten – oder absagen und abschließen? Legen Sie sich gerne einen Zettel und einen Stift für diese Übung bereit.

5. Fotos: Momentaufnahmen des Glücks

Ich nehme mein Handy zur Hand, schaue in die Foto-App rein und sehe, womit ich mich in 2016 beschäftigt habe. Was habe ich fotografiert? Das gibt mir nicht nur einen Überblick darüber, wo ich mich aufgehalten und womit ich mich beschäftigt habe. Fotos zeigen außerdem, was uns bewegt und im Inneren berührt hat. Denn wir werden wahrscheinlich das fotografieren, was uns aufgefallen ist und was uns besonders gut gefallen hat, in Situationen, in denen wir Schönes erlebt haben.

Checkpoint für die Ziele-Liste 2017: Stellen Sie sich doch gerne Ihren Wunsch-Fotos für 2017 vor. Welche Motive, Orte, Events möchten Sie erleben? Erlauben Sie sich hier, wirklich ohne Limits zu denken.

6. Fortbildungen und Bücher in 2016

Der vorletzte Punkt sind die Workshops, Kurse und Bücher, die ich in diesem Jahr gekauft habe. Ich habe mir in 2016 zum Beispiel 35 Bücher geholt und 4 große Fortbildungen absolviert. Für mich habe ich beschlossen: Bevor ich jetzt in neue Fortbildungen investiere, werte ich zunächst das aus, was ich schon besitze. Und das reicht für mehr als ein neues Jahr! Und frage mich auch immer wieder, nutze ich schon einzelne Aspekte aus den Büchern, der Fortbildung, die ich gekauft habe?

Checkpoint für die Ziele-Liste 2017: Prüfen Sie Ihre geplanten Fortbildungsmaßnahmen kritisch. Haben Sie Ähnliches nicht schon im Schrank stehen? Haben Sie das schon für sich ausgewertet? Oder soll neues Lesen und Lernen nur das Tun ersetzen? Was genau wird sich für Sie ändern, wenn Sie die neue Fortbildungsmaßnahme oder das neue Buch kaufen?

7. Meine Kunden in 2016

Der für mich wichtigste Punkt ist ein genauer Blick auf Ihre Kundenliste: Welche Projekte haben Sie mit welchen Kunden abgewickelt? Auch hier wieder die Frage: Was hat mich gefreut, menschlich, strategisch und finanziell? Was hat dagegen nur Kraft gekostet, obwohl es vielleicht sogar recht lukrativ war? Ich habe jetzt zum Beispiel sogar einen ganzen Geschäftsbereich stillgelegt, weil ich gemerkt habe, der kommt mir in die Quere, wenn es um andere, wichtige Ziele geht, obwohl ich daraus bis vor kurzem meinen überwiegenden Umsatzanteil gezogen habe.



Checkpoint für die Ziele-Liste 2017: Mit welchen Kunden möchten Sie denn nächstes Jahr mehr arbeiten? Machen Sie doch eine Liste mit Produkten oder Leistungen, die Sie hier anbieten könnten, oder verkaufen Sie einfach mehr von dem, was Sie ohnehin schon für diesen Kunden arbeiten – und nutzen Sie mit Empfehlungen und Visualisierung das Prinzip „Freunde von Freunden“.

Fazit: Bevor man zu neuen Zielen aufbricht, lohnt es sich, einen Blick auf das Bisher erreichte zu werfen: Welche Meilensteine haben Sie schon erreicht? Was hat zu Ihrer Lebensqualität und damit zu Ihrem Erfolg beigetragen? Erlauben Sie sich ruhig, mehr vom Altbekannten, Erfolgreichen zu tun, auch, wenn Ihnen das vielleicht unspektakulär vorkommen mag.