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5 Bücher (für ein November-Wochenende)

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Es war im November 2020. Ein kühler, nebliger Morgen. Ich saß beim Frühstück in meinem Lieblingscafé, dem Orphée in Regensburg. Französisches Flair, dunkles Holz, das Murmeln der anderen Gespräche, Klappern an der Kaffeemaschine, das Klirren von Geschirr und Besteck, der Duft von frischem Kaffee und Baguettes. ☕️
🥖 🧀

Das ist wie die Seele auftanken, ankommen, einfach sein.

Gleichzeitig lag Abschiedsstimmung in der Luft, denn es war schon klar: Bald würde der zweite Lockdown greifen und die Gastronomie wieder schließen.

Als ich die Köstlichkeiten genoss, spürte ich: Ja, ich war traurig. Denn ein Frühstück mit Freunden, der schöne Abend im Restaurant, quirlige Netzwerkmeetings und die Samstagsvormittage in der Stadt machen viel meiner Lebensqualität aus.

Das würde – vorübergehend – wieder wegfallen. Lachen, Plaudern, mit anderen unbeschwert zusammen sein. Das würde ich entsetzlich vermissen. Ich fühlte mich gar nicht gut bei dem Gedanken.

Und doch war es so wichtig, diese Emotion zuzulassen. Denn Gefühle wollen einfach nur gefühlt werden, sie gehen dann schnell vorbei, immer wieder. Das Wichtigste: Gefühle setzen jedes Mal Energie frei. Im Fall von Trauer: Die Energie, loszulassen.

Energie, die für anderes frei wird.

Und da dämmerte es mir: Ich hatte das ganze Jahr über, beginnend mit dem ersten Lockdown, dieses Gefühl der Trauer nicht wirklich zugelassen. Statt die Trauer zu fühlen, hatte ich einfach mehr gegessen, regelmäßig Rotwein getrunken und wenig Sport gemacht.

Arrrgh!!

Und das, wo mir doch Gesundheit und Lebensqualität – angeblich – so wichtig waren. Ich war nicht mehr im Einklang mit mir selbst, mit meinen Werten.

Ich habe mir in dieser Minute geschworen: Damit ist Schluss. Diesen nächsten Lockdown würde ich so gut wie irgend möglich nutzen, um nicht nur irgendwie durchzukommen, sondern anschließend besser dazustehen als vorher.

Dann habe ich mich auf die Suche nach einem Leitfaden gemacht – und bin in der Zeit zufällig auf Andy Frisella und seine 75-Hard-Challenge gestoßen. Das ist nur vordergründig eine Fitness-Challenge (2 x 45 Minuten Sport am Tag, 4 Liter Wasser trinken, keinen Alkohol, eine Diät nach Wahl), in Wirklichkeit aber ein fundiertes Training in geistiger Resilienz, in Widerstandskraft.

Heute bin ich bei Tag 65 und ziemlich stolz auf mich.

Zur Challenge gehört es auch, jeden Tag 10 Seiten zu lesen. Ein (Sach- oder Fach-)Buch Deiner Wahl, bloß kein Roman, auch kein Krimi.

Vor lauter Blogs und Social Media hatte ich keine Zeit mehr dafür gefunden, mich etwas umfassender mit einem Thema auseinander zu setzen und das Bücherlesen „verlernt“.

Hier kommt nun meine persönliche Leseliste mit den Büchern, die in den letzten Monaten mein Leben verändert haben.

Die Links führen übrigens, soweit möglich, zum sozialen Online-Buchhandel Buch 7Das Unternehmen spendet 75 % des Gewinns von jedem Kauf an einen sozialen Zweck Deiner Wahl – was für eine gute Idee!

Laurence Heller und Angelike Doerne:Befreiung von Scham und Schuld – alte Überlebensstrategien auflösen und neue Lebenskraft gewinnen

Gerade untersuche ich, mit welchen Herausforderungen Coaches und Berater derzeit zu kämpfen haben, wenn es um die Vermarktung ihrer Leistungen geht (antworte doch einfach auf diese Mail, wenn Du an der Untersuchung teilnehmen möchtest). Ein Element taucht immer wieder auf: Der Mangel an Sichtbarkeit, und zugleich die Angst davor. Für alle, denen es ähnlich geht, haben die Autoren interessante Empfehlungen. Herzlichen Dank für diese sensationelle Empfehlung an meine Kundin Hanna Sostak.

Annie Grace: Einfach nüchtern! Freiheit, Glück und ein besseres Leben ohne Alkohol

Dieses Buch hat mir ein Aha-Erlebnis nach dem anderen beschert. Annie erklärt das Phänomen Alkohol anhand neuester Hirnforschung. Spannend und lebensverändernd. Ich habe mich seitdem ganz vom Alkohol verabschiedet und es nie bedauert.

Martin Timm:Haiku fotografieren

Einfach mal was anderes machen, ein neues Hobby entdecken oder ein altes vertiefen? Gerade beschäftige ich mich mit der Makro-Fotografie mit dem Handy. Sehr entspannend, mit wunderschönen Ergebnissen. Erfunden hat’s Martin Timm, den Hinweis darauf verdanke ich meiner Kundin Dr. Claudia Härtl-Kasulke. Sie hat übrigens den Autor einfach für ein persönliches Fotocoaching online gebucht. Eine sehr gute Idee und lieben Dank für die tolle Empfehlung.

(engl.) Richard Wiseman59 Seconds. Think a little, change a lot

Es ist immer jammerschade, denn viele gute Bücher sind entweder gar nicht oder ewig lange nicht auf Deutsch verfügbar, und dann noch in einer mäßig überzeugenden Übersetzung. Dabei wären gerade Richard Wisemans Empfehlungen so wichtig. Er nimmt einige bekannte Mythen der Persönlichkeitsentwicklung auseinander – in kleinen Häppchen, eben in 59 Sekunden. So knöpft er sich zum Beispiel zuallererst den verbreiteten Erfolgstipp vor, täglich das gewünschte Ziel zu visualisieren und schreibt, wie’s besser geht.

(engl.) Tim Harford: How to make the world add up

Bisschen umfangreicher argumentiert Tim Harford, der uns 10 Regeln für einen neuen Umgang mit Statistiken vorschlägt. Statt „traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast“ macht er uns fit im Umgang damit. Ich bin auf ihn gestoßen, weil ich mich von den zahlreichen Untersuchungen rund um Covid immer stärker überfordert fühlte. Ich konnte mir keine eigene Meinung mehr machen bilden. Das hat sich jetzt geändert, und das gibt mir Sicherheit und Zuversicht.

Gerade jetzt denke ich auch oft an Tomte Tummetott,Astrid Lindgren’s Wichtel mit der roten Mütze, der auf leisen Sohlen im Mondlicht umher wandert und winzige Fußstapfen hinterlässt. Er bewacht die schlafenden Menschen und die Tiere auf dem Hof und erzählt ihnen vom Frühling, der bald kommen wird: „Ich sah viele Winter und viele Sommer kommen und gehen. Geduld nur, Geduld, der Frühling kommt bald.“

Ja, große Pläne sind wichtig. Aber manchmal ist es auch nur ein kleiner Gedanke, der Dir weiterhilft.

Der Gedanke, dass auch diese Zeiten vorbei gehen werden. Dass auch die furchtbaren Winterstürme, die dieses Wochenende übers Land ziehen, bald vorbei sein werden. Dass der Frühling bald wieder kommt. Schau doch mal, die ersten Butterblümchen zeigen sich schon und vielleicht hast Du auch schon das erste Vogelzwitschern in der Morgendämmerung gehört.

Hab’s fein und auf bald,
herzlichen Gruß von Monika

Die besten Ideen aus „Steal Like An Artist“ von Austin Kleon

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Ein Klassiker unter den Kreativitätsautoren ist Austin Kleon, ein „Autor, der zeichnet“, wie er selber sagt.

Mich inspiriert der Texaner dadurch, dass er seit diesem Sommer wieder täglich auf seinem Blog postet. Seine berühmten „Newspaper Blackouts“, bei denen er ganze Artikel schwärzt und nur ein paar wenige Wörter stehen lässt – die dann eine überraschende, anregende Nachricht bilden. Oder Zeichnungen seiner Söhne, „normale“ Texte und Kombinationen davon.

Was uns verbindet, ist die Liebe zu Büchern und Bibliotheken. Und sein „Steal Like An Artist“ gehört zu meinen Lieblingsbüchern. Als ich es dieser Tage neu gelesen habe, kam mir die Idee, den Inhalt zu „zeichnen“, ihn zu visualisieren.

Ganz im Sinne von „Show Your Work“ (ebenfalls von Austin Kleon) gehe ich damit gleich mal raus. Obwohl ich das ja noch gar nicht gut kann, die Zeichnung viel zu voll geworden ist und mir noch dazu ein Malheur passiert ist: Nachdem die erst Hälfte der Zeichnung fertig war, wollte ich am nächsten Morgen abschließen – nur um festzustllen, dass mein Notizbuch im Büro lag!

Früher wäre das eine gute Ausrede dafür gewesen, das ganze Projekt zu verlassen. Heute hab ich einfach auf einem anderen Blatt weitergemacht und liefere das Werk hiermit in zwei Teilen aus…

Ist Ihnen Austin Kleon schon einmal untergekommen? Wenn ja, was war für Sie die wichtigste Erkenntnis, die Sie aus der Lektüre mitgenommen haben? Schreiben Sie mir doch gerne via Facebook-Messenger (www.facebook.com/webkoenigin) oder als Kommentar auf instagram (@monikathoma).

 

 

Lesetipp: Selbstdisziplin lernen

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„Erfolgreiche Menschen sind daran gewöhnt, das zu tun, was andere nicht bereit sind zu tun.“

 

„Erfolg verlangt fast immer, das beiseite zu lassen, was einfach ist, zugunsten dessen, was schwierig ist.“

 

„Nimm das Gefühl des Unwohlseins als Impuls, aktiv zu werden.“

 

„Gewöhne Dich an Unbequemlichkeit. So wird das Unbequemliche bequem.“

 

„Die vier Säulen der Selbstdisziplin sind: Schlaf, Ernährung, Bewegung und Achtsamkeit.“

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