Mehr Erfolg auf Facebook – Teil 1: die Facebook-Page optimieren

Facebook Page optimieren - Serie

Dieser Tage fragte mich einer meiner Kunden: „OK, ich habe jetzt eine Facebook-Page erstellt – und wie komme ich nun an meine Fans?!“ Schnell hatte ich als Antwort auf diese Frage eine 19-Punkte-Checkliste erstellt – die ich dieser Tage auch veröffentlichen werde. Vor die Gewinnung von Fans haben die Internetgötter aber ein paar Hürden gesetzt. Zum Beispiel die Aufgabe, die Facebook Page zunächst einmal zu optimieren. Ich möchte Dich nun dazu einladen, mir bei der strategischen Entwicklung meiner eigenen Seite über die Schulter zu schauen. 

Für Eilige – der Beitrag im Überblick:

 

  • Eine gute Facebook-Firmenpage berücksichtigt viele kleine Details. Verliere Dich aber nicht darin. Denn im Social Web bleibt geht’s um soziale Interaktion, Kontakt und Dialog. Das darf man vor lauter „How-tos“ nicht vergessen.
  • Rom wurde nicht an einem einzigen Tag gebaut – eine erfolgreiche Facebook-Präsenz auch nicht. Gib und nimm Dir Zeit dafür.
  • Auch für Deine Facebook-Page gilt: Sprich Deine Zielgruppe an, mach neugierig auf Deine Leistungen und Produkte, präge Deine Marke.
  • Alles beginnt mit der Auswahl von Namen und URL für Eure Business-Page. Bitte die Richtlinien beachten und so auswählen, dass Du lange damit zufrieden bist. Umbenennen geht nur einmal.
  • Nutze Profilbild (das kleine, quadratische) und Titelfoto strategisch. Ein Beispiel findest Du auf meiner eigenen Facebook-Page: Das Profilfoto zeigt mich, das Titelfoto ein Download-Angebot. Den Download-Link habe ich in den blauen Action-Button (rechts unter dem Bild) und in die Bildbeschreibung gepackt.
  • Lass Besucherbeiträge und private Nachrichten zu und bestimme unbedingt einen zweiten Administrator. Jetzt noch (nach und nach) wichtige Meilensteine ergänzen – und Deine Page ist bereit für viele neue Fans.

Dieser Artikel wendet sich an Marketingverantwortliche und Unternehmer, die schon eine Fanpage führen. Solltest Du noch keine Business-Seite haben, google bitte nach der entsprechenden Anleitung („Facebook Seite einrichten“). Das ist übrigens ein Tipp, den ich auch selber gerne und oft nutze. Einfach ein Problem/eine Frage bei Google eingeben, am besten mit der Jahreszahl „2016″ dahinter – und schon hast Du eine reiche Auswahl an Antworten auf jeden Frage. Folge dann einfach der Anleitung und komm dann gerne zu diesem Artikel zurück.


Facebook Seite optimieren: Zielgruppe

Haa-aaalt. Bevor’s so richtig losgeht:

 

Bitte wirf noch einen Blick in Deine tatsächliche oder mentale Marketing-Checkliste. Wer ist Deine Zielgruppe? Welche Probleme haben diese Leute und welchen Nutzen stiftest Du mit Deinem Angebot? Welche Bilder verwendest Du üblicherweise? Halte diese Informationen bitte bereit.

        1. Nutzernamen auswählen

          Beispiel: www.facebook.com/DieWebkoeniginZunächst wirst Du nach einem Namen für Deine Seite gefragt. Sobald Du 25 Fans hast, kannst Du zusätzlich einen Nutzernamen festlegen – das ist der Teil hinter www.facebook.com/XXX. Deine Facebook-Page sollte grundsätzlich Deinen Firmennamen tragen. Schau aber sicherheitshalber in den Facebook-Richtlinien nach. Achtung, Bindestriche und Umlaute sind nicht erlaubt. Groß- und Kleinschreibung, mit und ohne Punkt, werden identisch behandelt. Das heißt: Gibst Du Großbuchstaben ein, wird die Seite ebenso angezeigt, wie wenn Du Deinen Namen mit Punkt oder kleingeschrieben angibst.Als Freiberufler oder Selbstständiger hast du die Qual der Wahl: Brandest Du Deinen eigenen Namen? Oder Deinen Firmennamen? Oder integrierst Du Deinen eigenen Namen in Deinen Bussiness-Page-Namen oder sogar Deine wichtigsten Keywords, wie dieses Beispiel zeigt?Diese Entscheidung liegt ganz bei Dir.Einige Ansatzpunkte sind: Möchtest du Dein Unternehmen irgendwann mal verkaufen? Dann würdest Du in einer idealen Welt für Dich selbst UND Dein Unternehmen eine eigene Seite betreiben. Führst Du mehrere Marken? Dann gehört zu jeder Marke theoretisch auch ein Social Footprint, also ein eigener, gepflegter Auftritt im Social Web.Wie Du Dich auch entscheidest: Es empfiehlt sich, den einmal gewählten Namen über alle Social-Media-Auftritte hinweg zu führen, also auch bei Twitter, Instagram & Co. Welche Namen noch frei sind, kannst Du hier nachschlagen.

          Und wenn Du im Laufe der Zeit feststellst, dass Du doch einen anderen Namen wählen möchtest? Dann kannst Du das ein einziges Mal ändern – allerdings nur so lange, wie Deine Fanbase nicht mehr als 200 Personen umfasst.
          Den Benutzernamen für Dein persönliches Profil stellst Du hier ein, und für Deine Facebook-Business-Pages hier. Wenn Du schon Benutzernamen vergeben hast, ändere hier – aber Achtung, der obere Bereich ist für Dein Profil, der untere Bereich für Deine Businesseiten.

        2. Kategorie auswählen

          Hier kannst Du eine Haupt- und eine Unterkategorie auswählen. Schau einfach, was Dein Unternehmen am besten beschreibt. Eine wichtige Weiche bei der Kategorie ist die Entscheidung, ob Du als lokales Business auftrittst oder nicht. Das ist immer dann sinnvoll, wenn Du tatsächlich Besucher in Deinem Laden/Deinem Restaurant hast.Achtung, Du wirst „ganz automatisch“ zum lokalen Unternehmen, sobald Du bei den Infos eine physische Firmenadresse einträgst. Das hat zur Folge, dass Deine Besucher Dich bewerten können und die Anzahl der Check-Ins angezeigt wird („X Personen waren hier). Überlege Dir vorher, ob Du das möchtest – wenn ja, dann sammle fleißig Bewertungen. Die Auswahl der Hauptkategorie wirkt sich außerdem darauf aus, welche Informationen Du auf Deiner Business-Page bereitstellen kannst. Ich habe mich für „Unternehmen/Organisation > Beratung/Dienstleistungen für Unternehmen“ entschieden.

          Bei der Auswahl von Unterkategorien gehst du so vor, dass Du einfach Deine Idee in das dafür vorgesehene Feld eintippst. Hat Facebook den Begriff im Programm, kannst Du ihn auswählen. Wenn nein: Bitte einfach weiter probieren, bis Du maximal drei Unterkategorien ausgewählt hat. Einen guten Überblick über alle verfügbaren Kategorien bietet Annette Schwindt. Die Kategorie Deiner Seite kannst Du auch später noch, unabhängig von der Anzahl Deiner Fans, ändern.

        3. Info-Feld strategisch nutzen

          Beim neuen Layout der Facebook-Seiten ist das Info-Feld nach rechts gerutscht. Hier habt Ihr 250 Zeichen (kurze Beschreibung) und die Möglichkeit, eine „Ausführliche Beschreibung“ einzugeben.

          Bei der kurzen Beschreibung geht es vor allem darum, den Link zu Eurer Webseite zu setzen und einen allerersten, kompakten Überblick darüber zu verschaffen, welche Nutzen Eure Besucher aus Euren Services/Produkte ziehen können. Die Ausführliche Beschreibung sollte darüber hinaus Eure weiteren Social-Media-Profile nennen und ist genau der richtige Platz, um Eure Keywords zu platzieren.

          Mein Beispiel für die kurze Beschreibung: https://www.webkoenigin.de | Strategien zur Kundengewinnung über das Internet und zur Digitalen Kommunikation für Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern.

          Facebook Seite optimieren: das Titelbild

        4. Profil- und Titelbild einsetzen

          Bis vor kurzem trug mein Profilbild einen Logo-Ausschnitt. Ich habe mich aber dazu entschlossen, mehr Persönlichkeit in Form eines Portraitfotos zu zeigen.

          Das Titelbild dagegen, also die große, querformatige Abbildung, hat mehr eine Schmuckfunktion. Es kann aber auch für den eigenen Vertriebskanal genutzt werden. Das Bild ist nämlich klickbar. Dann öffnet sich eine Lightbox, in der Du in die Bildbeschreibung zusätzliche Informationen angeben kannst. Auf alle Fälle solltest Du aber einen Link auf Deine Homepage setzen.

          Im Idealfall hast Du Bilder, die zu Deiner Positionierung passen oder die Du häufiger verwendest. Eins dieser Fotos kannst Du Dir als Titelfoto vorbereiten. Rufe Dir dazu einfach Powerpoint oder Keynote auf, richte Dir ein Dokument mit dem richtigen Format (siehe unten) ein und füge Text/Symbole ein. Oder geh zu Canva, meinem Lieblingstool. Hier findest Du für alle (Social-Media-)Einsatzfälle schöne Format-Vorlagen, so auch für den Kopf Deiner Facebook-Seite. Aber Achtung, auch hier musst Du ein individuelles Dokument mit den neuen Abmessungen für das FB-Foto einrichten:

          „Schnellste Ladezeit bei Verwendung als sRGB-JPG-Datei mit einer Abmessung von 828 x 315 Pixel und einer Dateigröße von unter 100 KB“ sagt Facebook. Thorsten Siefert hat hier mal alle für Facebook benötigten Bildformate in einem schönen Beitrag zusammengestellt. Beachte auch, dass auf dem Handy – und damit immerhin für 70 % aller Besuche Deines Profils – ein anderes Format angezeigt wird. Hier wird das Bild sozusagen links und rechts  abgeschnitten. Sorge also dafür, dass Dein Bild auch dann noch funktioniert, wenn aus dem extremen Querformat ein mehr rechteckiges Format wird. Katrin Hill hat das hier grafisch sehr schön aufbereitet. Dann einfach auf die Kamera-Symbole in Titelbild/Profilbild klicken und die Bilder hochladen – fertig.


          5. Impressum nicht vergessen!

          Das hatte ich glücklicherweise schon berücksichtigt. Falls das bei Dir noch fehlt, bitte gleich nachtragen: Einfach links auf „Info“ gehen, dann „Seiteninfo“ wählen und dort unter „Impressum“ Deine Angaben machen. Ich habe mich dabei am Impressumsgenerator von Sören Siebert orientiert.

          6. Das graue Häkchen setzen (für Seiten mit physischer Adresse)

          Damit zeigt Ihr Euren Fans und Besuchern, dass Ihr eine von Facebook verifizierte Seite betreibt. Euer Bonus: mehr Sichtbarkeit. Diese Verifizierung kannst Du einfach über Einstellungen > Allgemein > Seitenbestätigung anfordern.

          Facebook Seite optimieren: Interaktion

          7. Interaktion zulassen

          Ich lasse Besucherbeiträge und private Nachrichten zu (Einstellungen > Allgemein).Schließlich ist nicht die absolute Anzahl der Fans Erfolgskriterium, sondern die Interaktionsquote. Also Kommentare, geteilte Beiträge und Likes.Außer mir lege ich dann noch einen weiteren Seitenadministrator fest (Einstellungen > Rollen für die Seite). Das ist nicht nur praktisch, weil der andere Administrator ebenfalls seine Freunde und Bekannten einladen darf, unsere Seite zu liken. Es kann auch ziemlich notwendig werden, wenn zum Beispiel mein Profil einmal gesperrt werden sollte oder Dein Seitenadministrator die Firma verlässt – in diesen Fällen hätten wir als Seitenbetreiber keine Möglichkeit, auf die eigene Page zuzugreifen.

          8. Jetzt noch den ersten Meilenstein einfügen,

          nämlich die Unternehmensgründung, und damit soll’s für heute gut sein! Ein Meilenstein illustriert Deine Firmengeschichte und ermöglicht Deinen Fans einen Blick hinter die Kulissen Deines Unternehmens. Du hast außerdem die Möglichkeit, jeden Meilenstein mit einem Foto zu illustrieren.

          Bitte noch beachten: Nicht alle Meilensteine auf einmal einfügen. Standardmäßig erscheinen diese nämlich im Newsfeed Eurer Fans. An und für sich eine gute Sache, nur etwas lästig, wenn sie geballt auftreten. Wenn Ihr dennoch alle Meilensteine auf einmal eintragen wollt (oder mehrfach ändern wollt): Einfach diesen Meilenstein aus dem Newsfeed ausschließen. Dazu bitte im jeweiligen Meilenstein-Feld unten links ein Häkchen setzen.

 

So – das war Teil 1 der Serie „Mehr Erfolg bei Facebook“. Puh, ganz schön viel, das es da zu beachten gibt! Andererseits: Denk doch einfach ein paar Jahre zurück. Genau, in die graue Vorzeit, als Du für die mühsame Verteilung Deiner Flyer noch Azubis  losschicken musstest. Die Aufwändungen zur Verteilung Deiner Infos haben sich einfach ein ganzes Stück weit ins Web verlagert. Im Gegensatz zur früheren Printwerbung hat zum Beispiel die Facebook-Strategie jedoch einen gravierenden Vorteil: Du schaffst Grundlagen, auf denen Du ganz entspannt weitere Kontakte – und damit Umsätze – generieren kannst. Stürz‘ Dich also einfach rein und hab Spaß dabei!

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