Positionierung leicht gemacht

By 9. Februar 2021Strategie

Bei kaum einem anderen Thema bricht mir so das Herz – und das mehrmals pro Woche.

Immer dann, wenn ich nämlich höre, wie jemand sinngemäß zu mir sagt: „Bevor ich so richtig loslegen kann, muss ich endlich mal meine Positionierung klären.“

Wenn ich dann nachfrage, was das für sie bedeutet, höre ich oft: „Wenn ich klar positioniert bin, kommen die Kunden von selber auf mich zu, ich kann endlich sichtbar sein und meine Umsatzziele erreichen.“

‼️  Spoiler-Alarm‼️  Das ist nicht der Fall. Die Positionierung ist NICHT die Universallösung für alle Probleme, nicht der Heilige Gral im Marketing und sicher nicht der Einhorn-Generator im Business.

👉 Die Suche danach kostet Dich im Gegenteil wertvolle Zeit, bremst Dich aus und verunsichert Dich.

Heute möchte ich Dich zu einem Geisteswandel einladen: Ich zeige Dir, wie Du aus der Avatar-Falle raus- und ins Handeln reinkommst, wie Du Deine Positionierung entwickelst UND gleichzeitig Umsatz machen kannst.

Avatare werden meiner Meinung nach total überschätzt – ich habe außerdem noch nie gehört, dass ein Avatar etwas bestellt hätte 🤣 🤣 🤣

Schau’s doch stattdessen mal so an: Menschen haben Probleme, Du hast die Lösung.

Boom, das war’s schon, mehr ist nicht dran am Mythos Positionierung.

„Also muss ich rausfinden, welche Produkte und Leistungen meine Kunden wollen? Bloß: Wie schaffe ich das?“

Apple-Mitbegründer Steve Jobs hat die Antwort darauf wunderschön auf den Punkt gebracht:

Gar nicht.

Er war ja ein erklärter Gegner von Kundenfokusgruppen & Co.

„Die Produkte und Lösungen zu entwickeln, ist unsere Aufgabe, das kann uns der Markt gar nicht sagen“.


Da bin ich ganz bei ihm.

Was uns unsere Interessenten und Kunden aber sehr wohl verraten, ist die Art und Weise, wie sie ihre Probleme definieren und darüber denken. Wie sich das Problem auf sie und ihr Leben auswirkt. Wie sie sich stattdessen fühlen wollen.

✅  Action Point: Sprich heute mit einem Interessenten oder einer Zielperson aus Deinem Netzwerk. Frage nach seinen/ihren größten Herausforderungen bei ______ (Dein Thema).

👀  Wahrscheinlich erfährst Du Überraschendes. 👀  

Denn als Fachleute analysieren wir Ursachen fachgerecht und geben fundierte Empfehlungen – und vergessen dabei, den Laien erstmal dort abzuholen, wo er steht. Bei seinem Problem, so wie er es definiert. Eben laienhaft und oft vom falschen Ende her gedacht.

🔥  Schlage dann die Umsatzbrücke und lade Deine Gesprächspartnerin in ein weiteres Gespräch ein, wo Du mit ihr über mögliche Lösungen sprichst und den Abschluss anbietest.

Mit wem Du sprechen sollst? Das ist erstmal völlig egal, Hauptsache, die Person ist Teil Deiner – vorläufig definierten – Zielgruppe.

🙋‍♀️  Monika „As Redn macht as Sach‘ aus“ Thoma